Studie: Sind Studierende an deutschen Hochschulen motiviert, ihr eigenes Unternehmen zu gründen?

Startups kurbeln die Wirtschaft an, schaffen Arbeitsplätze und treiben die Innovation voran – und werden immer wichtiger. Daher ist es im Interesse der Gesellschaft, dass stets weiter gegründet wird. Wie sieht es also generell mit der Motivation der Studierenden aus, ein eigenes Unternehmen aufzubauen?

Bereits 2014 haben wir uns mit einer Studie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beschäftigt, die ergeben hat, dass die Zahl der Gründer abgenommen hat. Campusjäger hat in einer neuen Studie im Juni 2016 deutschlandweit 1.000 Studierende bezüglich ihrer Gründungsbereitschaft befragt. Die direkte Gegenüberstellung zeigt: 57 Prozent der Studierenden sehen sich als angehende Gründer, 43 Prozent ziehen ein Angestelltenverhältnis vor.

Während also über die Hälfte gründen will, tun es letztlich nur die Wenigsten. Dabei sprechen vor allem die Wünsche eigenhändig etwas Neues aufzubauen, der eigene Chef zu sein und etwas in der Welt bewegen zu wollen für das Gründen. Die häufigsten Gründe dagegen sind das damit verbundene Risiko, ein hoher Aufwand und fehlendes Knowhow.

Oft tönt auch der Ruf aus der Gründerszene, dass sich mehr Frauen selbständig machen sollen. Der Deutsche Startup Monitor (DSM) 2015 belegt: nur 13 Prozent der Startups werden von Frauen gegründet. Die Auswertung der Ergebnisse zielt daher auch auf mögliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen ab. Eine deutliche Differenz zeigt sich in der grundsätzlichen Motivation, sich selbständig zu machen. Während 72 Prozent der Männer es vorhaben, spielen nur 38 Prozent der Frauen mit dem Gedanken.

Auffallend ist der Zusammenhang zwischen Studiengang und Motivation. Studierende der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) sind mit jeweils 62 Prozent interessierter daran, ein Unternehmen zu gründen, als Geistes- und Sozialwissenschaftler. Hier hat nur ein Drittel ähnliche Ambitionen.

Zudem wünschen sich knapp zwei Drittel derer, die gründen wollen, mehr Unterstützung durch ihre Hochschule – gerade in Bezug auf die Gründe, die gegen die Selbständigkeit sprechen. Dies stellen sie sich vor allem in Form von Beratungsangeboten und gezielten Vorlesungen vor, die sich inhaltlich mit dem Thema Gründen auseinandersetzen.

Verschiedene Gründungsinitiativen nehmen sich dieser Probleme an. Häufig von Studierenden für Studierende gemacht, unterstützen sie studentische Gründer bei ihrem Vorhaben, zu gründen. Berlin, Hamburg, Frankfurt, Karlsruhe, München – deutschlandweit sind solche Initiativen aktiv. Hilfe beim Erstellen und Durchsprechen von Businessplänen, Best-Practice-Beispiele oder Workshops mit Tipps und Tricks. Die Angebote umfassen alles, womit Ihr Euch als Gründer früher oder später auseinandersetzen müsst.

Daher bieten die Gründungsinitiativen eine optimale erste Anlaufstelle für angehende Gründer. Denn an fehlendem Knowhow oder einem zu großen Aufwand soll Euer Projekt nicht scheitern. Ein gewisses Risiko ist mit einem eigenen Unternehmen immer verbunden, aber auch das minimieren wir gemeinsam mit Euch soweit es geht, damit Ihr Euch voll und ganz auf Euer Startup konzentrieren könnt.

Als Dachverband fasst Gründermagnet diese Initiativen zusammen und sorgt für einen regen Austausch untereinander, hilft bei der Sponsorensuche und organisiert regelmäßige Treffen mit Vertretern aller Gründungsinitiativen – unterstützt aber auch Gründer direkt. Durch die gute Vernetzung können sich auch schnell zwei oder mehrere Studierende mit verschiedenen Talenten finden, die dann gemeinsam ein Unternehmen gründen.

Wir freuen uns, auch Dir beim Gründen helfen zu können! Schau einfach mal hier vorbei und informier dich über unsere Initiativen bei dir in der Nähe.

Die ganze Studie zur Gründungsbereitschaft Studierender findet Ihr unter: Puls-Check II

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