Fabian Raum, 2. Vorstand von START Erlangen-Nürnberg, spricht über das einzigartige START Stipendium für junge Gründer und ermutigt andere Initiativen in Deutschland, es einfach mal selbst auszuprobieren.

Fabian, wer oder was ist START Erlangen-Nürnberg?

START Erlangen-Nürnberg ist eine Gründungsinitiative an der FAU Erlangen-Nürnberg. Wir bieten gründungsinteressierten Studenten in Nürnberg und Erlangen die Möglichkeit, sich in unserer Community auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen, gemeinsam Projekte zu erarbeiten und Know-How mitzunehmen.

Was ist das START Stipendium?
Das START Stipendium ist eines unserer regelmäßigen Angebote an junge Gründer. Es wird von uns seit 2008 einmal im Jahr vergeben. Wir möchten Gründer aktiv in ihren Vorhaben unterstützen und den Einstieg in die Selbstständigkeit erleichtern. Gemeinsam mit unseren Partnern bieten wir drei Gewinnerteams Sachleistungen im Wert von insgesamt mehr als 10.000 € an. Das reicht von professionell ausgestatteten Büroräumen, die freundlicherweise vom BBC-N zur Verfügung gestellt werden, bis hin zur Unternehmensberatung, bei der unser Partner Vend Consulting den Bewerbern mit Rat und Tat zur Seite steht.

Wer kann sich denn alles bei euch bewerben?

Bewerben kann sich im Grunde genommen jeder. Gleich vormerken sollte man sich den 9.5.2014 – da ist Bewerbungsschluss. Wer sich schon früher bei uns meldet (bis 31.1.), hat die Chance, sich bei einer Vereinssitzung vorzustellen und exklusives Feedback zu seiner Idee von uns zu holen.

Und wie profitieren die jungen Gründer von diesem Stipendium?

Wie oben schon erwähnt, erhalten die Gewinner ein toll geschnürtes Starter-Paket für ihre Gründung, dass neben den großartigen Leistungen von BBC-N und Vend Consulting durch viele kleine Leistungen wie eine ERP-Lizenz von meinTagwerk oder Reisegutscheine von Flixbus ergänzt wird. Doch auch für die restlichen Teilnehmer lohnt es sich. Über das Sommersemester 2014 (in welchem die heiße Phase des Stipendiums abläuft), finden bei uns für alle Bewerber drei spannende Workshops zu den Themen Businessplanerstellung, Finanzplan mit Fokus Geschäftsmodell und Präsentationsfähigkeit statt. Hier kann man viel Wissen mitnehmen und sein Konzept weiterentwickeln. Und auch sonst stehen wir jederzeit für Fragen bereit und coachen die Bewerber.
Alles in allem geht es also sowohl um tolle Gewinne als auch um Know-How und Feedback zur eigenen Gründungsidee.

Wir sind ja alles Studenten und auch START ist an einer Universität angesiedelt. Wie profitiert die Hochschule von diesem Programm?

Da wir meines Wissens in Deutschland die einzige studentische Gründungsinitiative sind, die ein solches Stipendium vergibt, fördern wir damit den Ruf der Universität als Gründungsuni. Weiter tragen wir dadurch, dass momentan noch relativ viele Teilnehmer aus dem Nürnberger Raum stammen, zur Stärkung der Region als Gründungsstandort bei, was auch der Universität zugute kommt. Ich denke, von unserem Stipendium profitieren beide Seiten – sowohl wir als Initiative, als auch die FAU. Besonders aber natürlich die Stipendiaten.

Was würdest Du anderen Initiativen empfehlen, wenn sie ein solches Programm ins Leben rufen wollen?

Einfach machen! Taskforce bilden (unserer Erfahrung nach müssen mindestens 5 Leute mit an Bord sein) und loslegen! Unternehmen sind gegenüber einem solchen Vorhaben viel aufgeschlossener als man anfangs vielleicht vermutet. Gerade mittelständische Unternehmen können sich oftmals noch an ihre eigenen Gründungszeiten erinnern, wissen, welche Hürden auf einen zukommen und sind bereit, anderen zu helfen. Dazu kommt, dass Partner auch einen großen Werbeeffekt von einer solchen Aktion mitnehmen können und eine tolle Möglichkeit bekommen, mit Studenten in Kontakt zu treten.
Als Gründungsinitiative kann man mit einem solchen Programm Türen öffnen und neue Wege schaffen. Große Steine aus dem Weg räumen – für Startups von morgen. Das ist es, denke ich, auf alle Fälle wert.

Vielen Dank. Weitere Informationen findet man unter www.start-stipendium.de oder www.start-nuernberg.de.

Das Interview führte Christopher Burgahn, Vorstand für Public Relations beim Gründermagnet.

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